„Dalla pietra al digitale“: Die neue Saison des Archäologischen Museums von Finale

kuratiert von Paola Iacona, in Zusammenarbeit mit MUDIF

Wenn der Frühling per Definition ein Symbol für Erwachen und Veränderung ist, präsentiert sich auch das Archäologische Museum von Finale [https://www.museoarcheologicodelfinale.it/] zur neuen Saison in einem neuen Gewand. Nach einem langen Planungs- und Verwaltungsprozess ist das Projekt „Dalla pietra al digitale. Universelle Barrierefreiheit im Archäologischen Museum von Finale – MAF“ gestartet, das darauf abzielt, das Besuchserlebnis grundlegend zu verändern.

Finanziert von der Europäischen Union über das Kulturministerium und verwaltet von der Generaldirektion Museen im Rahmen des Nationalen Plans für Wiederaufbau und Resilienz (PNRR) – Mission M1C3 Investition 1.2 „Beseitigung physischer und kognitiver Barrieren in Museen, Bibliotheken und Archiven“, markiert der eingeschlagene Weg einen konkreten Schritt hin zu einem zugänglicheren, inklusiveren und zeitgemäßeren Museum.

Archäologische Museum Finale

Ein Museum, das sich verändert, um besser zu empfangen

Das Museum hat gerade nach der ersten Bauphase seine Türen wieder geöffnet, die die Neugestaltung einiger Säle und der Empfangsbereiche umfasste, ganz im Zeichen von Innovation, Digitalisierung und Verbesserung der Nutzung des Besucherparcours.

Das Atrium, das auf die eindrucksvollen Kreuzgänge von Santa Caterina blickt, und die Kasse präsentieren sich heute funktionaler und einladender und kündigen eine Transformation an, die schrittweise den gesamten Ausstellungsparcours erfasst.

Eine Veränderung, die über den architektonischen Aspekt hinausgeht und die Art und Weise der Vermittlung des Kulturerbes betrifft, wie der Direktor des Archäologischen Museums von Finale, Prof. Daniele Arobba, erklärt: „Die verschiedenen Ziele unseres Museums – Forschung, Sammlung, Bewahrung und Interpretation – können nicht ohne die Kommunikation und somit die Ausstellungsfunktion bestehen. Zwei eng miteinander verbundene Aspekte, die darauf abzielen müssen, die der Öffentlichkeit zugänglichen Räume ‚für alle barrierefrei‘ zu gestalten, indem jene Hindernisse beseitigt oder zumindest reduziert werden, die eine vollständige Nutzung beeinträchtigen können“.

Nicht nur renovierte Räume also, sondern auch neue Instrumente: von der Website über mehrsprachige Audioguides bis hin zu digitalen und multimedialen Unterstützungen, die jeden Besucher individuell begleiten können. Das Ziel ist ehrgeizig, wird aber immer greifbarer: ein Museum zu werden, das „offen für alle und für jeden“ ist. In dieser Perspektive versteht sich das Museum als direkter Ausdruck der Gemeinschaft, zu der es gehört: Ein inklusives Museum ist der Spiegel einer inklusiven Gemeinschaft, die in der Lage ist, sich in ihren eigenen Kulturstätten wiederzuerkennen.

Archäologische Museum Finale

Ein immersiveres und inklusiveres Erlebnis

Einige der wichtigsten Bereiche des Ausstellungsparcours des Archäologischen Museums von Finale werden schrittweise erneuert und teilweise neu gestaltet, mit Interventionen, die von ETT spa geplant wurden, einem ligurischen Unternehmen, das im Bereich der musealen und digitalen Innovation führend ist. Das Ziel ist klar: physische, sensorische und kognitive Barrieren abzubauen und ein immersives und inklusives Erlebnis zu bieten, das jeden Besucher auf aktive und autonome Weise einbezieht. Ohne auf wissenschaftliche Genauigkeit zu verzichten.

Eine lange und sorgfältige Planungsarbeit wurde durchgeführt, um die wissenschaftliche Kohärenz der vorgeschlagenen Themen zu gewährleisten, wobei besonderes Augenmerk auf die Optimierung der Inhalte und die grafische Anpassung der Hilfsmittel gelegt wurde, als grundlegenden Punkt für das Verständnis komplexer und vielfältiger Themen durch alle

Vom Realen zum Virtuellen: ein Museum ohne Barrieren

Unter den Neuerungen ragen die interaktive Sektion der „Großen Fragen“ heraus – ein Raum, der zum Nachdenken, zur Neugier und zum Austausch über universelle Themen anregen soll – sowie ein multisensorischer Rundgang in zwölf Etappen, der den Besucher auf eine auch emotional und sensorisch fesselnde Erfahrung mitnimmt, ausgehend von einigen der bedeutendsten Objekte des Museums. Ergänzt wird das Ganze durch digitale Tools und einen „Smart-Rundgang“ mit speziellen Inhalten, der darauf ausgelegt ist, sich an unterschiedliche Nutzungsbedürfnisse anzupassen.

Große Aufmerksamkeit gilt der Zugänglichkeit: Ein neuer Saal ermöglicht es, die Caverna delle Arene Candide auch denjenigen zu erkunden, die physisch keinen Zugang haben, und erweitert so die Möglichkeiten, eine der bedeutendsten Stätten der europäischen Vorgeschichte kennenzulernen.

In dieselbe Richtung fügen sich die virtuellen Rundgänge durch nicht zugängliche Orte des Territoriums ein, die es ermöglichen, physische Grenzen und Schutzauflagen zu überwinden, die Verbindung zwischen Museum und Landschaft zu stärken und neue Perspektiven der Aufwertung und Entdeckung zu eröffnen.

Gerade durch diese Instrumente, physische wie digitale, wird ein bereits verwurzeltes Prinzip heute in konkrete Erfahrung übersetzt, indem der Zugang zum Wissen erweitert und wirklich geteilt wird.

Ein neuer Anfang

Die Wiedereröffnung des Archäologischen Museums von Finale markiert somit den Beginn einer neuen Saison: ein Transformationsprozess, der weit in die Zukunft blickt, aber bereits in den Räumen und im Besuchserlebnis greifbar ist.

Eine Einladung, zurückzukehren oder zum ersten Mal einen Ort zu entdecken, an dem Geschichte auf Innovation trifft und wo jedes Detail darauf ausgerichtet ist, zu empfangen, einzubeziehen und zu erzählen.

Für weitere Informationen: https://www.museoarcheologicodelfinale.it/

Archäologische Museum Finale

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